Umweltprodukte
Umweltfreundliche Produkte aus Kanada
Innovative Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Umweltschäden, die durch das Wachstum traditioneller Industriezweige verursacht werden, rücken immer stärker ins Bewusstsein einer besorgten Weltöffentlichkeit. Der kanadische Umweltsektor bietet Investoren die Möglichkeit, sich ökologisch für eine gute Sache einzusetzen. Unter Verwendung modernster Technologien verarbeiten kanadische Unternehmen nachwachsende Rohstoffe und Agrarabfälle zu Biofasern, Biokraftstoffen und Bio-Industrieölen. Diese stellen eine umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichen Erzeugnissen dar und schonen sowohl den Geldbeutel als auch unseren Planeten. Doch Kanada hat noch mehr zu bieten. Durch Fortschritte in den Biowissenschaften, in der Informatik und in der Verfahrenstechnik ist das Land in der Lage, aus erneuerbaren Ressourcen wie Nutzpflanzen und Nutztieren ernährungsphysiologisch wertvolle Lebensmittel, Nutrazeutika und andere gesundheitsfördernde Innovationen herzustellen. Nimmt man noch die kanadischen Investitionen in Höhe von 2,2 Mrd. CAD zur Entwicklung von Biokraftstoffen, den 20 Jahre geltenden Patentschutz, die besonderen F&E-bezogenen Steuervergünstigungen und das umfassende Angebot an Forschungskräften mit Hochschulabschluss oder Promotion hinzu, dann ist offenkundig, warum ein Engagement im kanadischen Umweltsektor sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch lohnt.
Was Kanada Ihnen zu bieten hat
- Der Anteil von Biokraftstoffen soll laut den Vorgaben der kanadischen Bundesregierung bis 2010 auf 5 % beim Benzin und bis 2012 auf 2 % bei Diesel und Heizöl steigen.
- Ethanolherstellern winken Anreize von bis zu 10 Cent pro produziertem Liter, Biodieselherstellern von bis zu 20 Cent.
- 19 Forschungszentren von Weltrang sind im Bereich Landwirtschaft und Nahrungsmittel tätig.
- Als zweitgrößtes Land der Erde verfügt Kanada über riesige landwirtschaftliche Nutzflächen für Futterpflanzen.
- Erstklassig ausgebildete Erwerbsbevölkerung: weltweite Nr. 1 beim prozentualen Anteil tertiärer Bildungs- und Berufsabschlüsse.
- Umfangreiche forschungsbezogene Steuervergünstigungen können sich auf bis zu 65 % der F&E-Gesamtinvestitionen eines Unternehmens belaufen.
- Fortschrittliches Aufsichts- und Überwachungssystem, solider Patent- und Markenschutz.
Porträt des kanadischen Umweltsektors
- 238 Unternehmen mit 3.900 Beschäftigten
- Umsatz von 1,7 Mrd. CAD
- Exporte von 828 Mio. CAD
- F&E-Investitionen von 90 Mio. CAD
- 80 % kleine Unternehmen, die Investoren suchen
- Aktivitäten in den Bereichen Biokraftstoffe, Chemie, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe, Faserplatten, Pflanzenschutzmittel (Pestizide, Fungizide, Herbizide) und Biokatalysatoren
Führende Bereiche
Biokraftstoffe: Dank seiner riesigen Bestände an land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen und erheblicher Mengen an organischen Abfällen hat Kanada im Pro-Kopf-Vergleich mehr Biomasse zur Verfügung als jedes andere Land der Erde. Um diese Ressourcen nutzbar zu machen, setzt die kanadische Bioenergiebranche das umfangreiche Knowhow des Landes für die Entwicklung hochmoderner Verfahren zu ihrer Verdichtung und Umwandlung in Biobrennstoffe ein (sei es in flüssiger Form wie bei Ethanol oder Biodiesel, in gasförmiger Form wie bei Bio- oder Synthesegas oder in fester Form wie bei Pellets und Biokoks). Mit der Einführung von neuen, zukunftsweisenden Technologien dürfte Kanada als verantwortungsbewusster Innovator bei der nachhaltigen Entwicklung von Biokraftstoffen und der Umstellung des Landes auf eine saubere Energiewirtschaft bald schon eine globale Führungsposition für sich beanspruchen. Innovative kanadische Technologien entstehen in den Bereichen Verbrennung, Pyrolyse, Gaswandlung, anaerobe Faulung, Nutzung von Deponiebiogasen, Gärungsprozesse und in der katalytischen Wasserstoffbehandlung (Hydrotreating) von Ölen aus Biomasse. Zu den führenden in Kanada ansässigen Biokraftstoffherstellern gehören Iogen Corporation, Ensyn Technologies Inc. und Enerkem Corp.
Biofasern: Kanadischer Hanf und Flachs wird für hochwertige Anwendungen wie Textilien, Kunststoffverbundwerkstoffe, Isoliermaterialien und Papiere genutzt. Weizenstroh sowie Hanf- und Flachsabfälle werden zu Strohpappe, Betonbewehrungen, Füllstoffen für Verbundmaterialien und Einstreu verarbeitet. Zu den kanadischen Vorreitern auf diesem Gebiet zählen der Spezialpapierhersteller Schweitzer-Mauduit, der u. a. für den Automobilsektor tätige Produktentwickler Stemergy sowie Naturally Advanced Technologies, ein Unternehmen, das eine neue Technologie patentieren ließ, mit der besonders feine Fasern gewonnen werden können.
Bio-Industrieöle: Kanada besitzt einen beeindruckenden agronomischen Vorsprung beim Anbau von Raps und Flachs zur Herstellung von ungesättigten Ölen. Überdies ist das Land weltweit führend in der Pflanzengenomik und verfügt über mehrere Exzellenzzentren, die an der Entwicklung von Produkten aus Pflanzenölen arbeiten, so beispielsweise Kraft- und Schmierstoffe, Kunststoffe, Lacke, Druckfarben, Biochemikalien und sonstige chemische Erzeugnisse, wie z. B. Linoleum.
Abfälle aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung: Steigende Energiekosten und schärfere Umweltauflagen sind der Anstoß dafür, auch Abfälle für die Energiegewinnung oder anderweitig zu nutzen. In diesem Bereich engagieren sich Unternehmen wie Solanyl, das biologisch abbaubare Kunststoffe aus Abfällen herstellt, und Hymark Renewables, das aus Gülle und Mist Biogas gewinnt.
Inspiration und Unterstützung für Innovationen
Das Agricultural Bioproducts Innovation Program der kanadischen Regierung mobilisiert kreative Köpfe aus der Wissenschaft und aus privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen. Durch das Zusammenführen von Ressourcen sollen so die Forschungspotenziale im Bereich landwirtschaftlicher Umweltprodukte und umweltfreundlicher Verfahren maximiert werden. Durch die Förderung der Netzwerk- und Clusterbildung unterstützt das Programm die Forschung und Entwicklung, den Technologietransfer sowie die kommerzielle Verwertung von Innovationen in Bereichen wie Biokraftstoffen und anderen biologischen Energieträgern, Biochemikalien, Biopharmazeutika etc. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Ministeriums für Landwirtschaft und Nahrungsmittel (AAFC) Agriculture and Agri-Food Canada.
Kreative Cluster
Der Umweltsektor ist in beinahe allen Landesteilen Kanadas zu Hause und erstreckt sich auch auf viele etablierte Industriezweige. Eines der wichtigsten kreativen Cluster befindet sich in Saskatoon. Der hier angesiedelte Forschungspark Innovation Place ist das führende Zentrum der Umwelt- und Biowissenschaftsforschung in Nordamerika. Hier ist auch das international renommierte Bio-Processing Centre angesiedelt, das kundenspezifische Verarbeitungsverfahren für Nutrazeutika-, Kosmetika- und Lebensmittelhersteller anbietet. Dabei arbeiten die Wissenschaftler eng mit den Unternehmen zusammen, um ihre Forschungsergebnisse kommerziell zu verwerten.
