Chemie
Kanadas Chemieindustrie
Wo die Chemie für Investoren stimmt
Suchen auch Sie nach der magischen Formel für mehr Ertragskraft? Kanada bietet Ihnen dafür beste Voraussetzungen, und die Großen der chemischen Industrie nutzen sie bereits. Neun der zehn wichtigsten Chemieunternehmen der Welt verfügen über Produktionsstandorte in Kanada und profitieren vom dynamischen wirtschaftlichen Umfeld des Landes, von niedrigen Steuersätzen, geringen Betriebskosten, gut qualifizierten Arbeitskräften und ausreichend verfügbaren Einsatzstoffen zu wettbewerbsfähigen Preisen. Große, effizient arbeitende Extraktionsanlagen, moderne Ethylencracker und einige der größten Derivatewerke der Welt erzeugen in Kanada positive Skaleneffekte, die das Investieren noch attraktiver machen.
Der kanadische Chemiesektor ist gemessen am Exportvolumen der drittgrößte Wirtschaftszweig innerhalb des produzierenden Gewerbes. Er umfasst knapp 3.000 Unternehmen, die ca. 78.000 Arbeitskräfte beschäftigen. Mit Erdgaspipelines aus den nördlichen Fördergebieten und der Erschließung von Offshore-Vorkommen verfolgt die Branche Pläne, die sachkundigen Investoren, die sich frühzeitig engagieren, künftig sogar noch höhere Erträge verheißen.
Was Kanada Ihnen zu bieten hat
- Chemieprodukte im Wert von 50,6 Mrd. CAD im Jahr 2008 und Exporte von 32 Mrd. CAD, davon 76 % in die USA (Stand 2008).
- Die Chemieexporte haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.
- Die F&E-Ausgaben des Sektors lagen 2007 bei 197 Mio. CAD.
- Hervorragend ausgebildete und produktive Arbeitskräfte.
- Kanada ist das Land mit der höchsten Lebensqualität innerhalb der G7.
Bewährte Erfolgsrezepturen
Kunstharze
Die kanadischen Kunstharzausfuhren sind in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Ihr Anteil an den Gesamtlieferungen der Branche stieg von 38 % im Jahr 1990 auf 79 % im Jahr 2008. Im selben Jahr belief sich der Wert der Warenlieferungen der kanadischen Kunstharzindustrie auf 9,0 Mrd. CAD, und es arbeiteten dort ca. 6.330 Menschen in 163 Betrieben. 83 % der Exporte gehen in die USA. Die zunehmende Präsenz der Kanadier auf diesem Markt ist den hoch modernen Verfahrens- und Produkttechnologien der Branche zu verdanken. Ein Großteil der neuen Kapazitäten des Sektors befindet sich auf dem allerneuesten Stand der Technik. So setzt beispielsweise das neue Werk von Dow Chemical in Alberta Metallocentechnologien ein, während das neue NOVA-Werk in derselben Provinz die in Kanada entwickelte Advanced-Sclairtech-Technologie verwendet. Ein wichtiges Argument für Investoren ist die hervorragende Rohstoffversorgung in der Region mit ihren weitreichenden Energievorkommen sowie das niedrigere Lohn- und höhere Produktivitätsniveau im Vergleich zu den USA.
Petrochemie
Mit Warenlieferungen im Wert von 6,6 Mrd. CAD im Jahr 2008 war die petrochemische Industrie eine der größten Unterbranchen innerhalb des Chemiesektors. Die Exporte an petrochemischen Produkten beliefen sich 2008 auf 2,9 Mrd. CAD, so dass bei Importen von 1,1 Mrd. CAD ein erheblicher Handelsbilanzüberschuss entstand. An den 18 Produktionsstandorten, die sich vornehmlich in der Hand von multinationalen ausländischen Konzernen befinden, sind etwa 1.280 Menschen beschäftigt. NOVA Chemicals ist der größte Hersteller von petrochemischen Erzeugnissen mit Sitz in Kanada. Die Branche profitiert von einer ausgesprochen hohen Arbeitsproduktivität je Arbeitskraft, was zum einen auf die erhebliche Kapitalintensität des Geschäfts und zum andern auf das hohe Qualifikationsniveau des Personals zurückzuführen ist. Ethylen ist das wichtigste in Kanada erzeugte Produkt. Es dient zur Herstellung von Derivaten wie Ethylenoxid und Ethylenglykol oder wird zu Kunstharzen wie Polyethylen und Polystyrol polymerisiert.
Organische Chemie
Biotechnische Innovationen dienen zur kommerziellen Herstellung von organischen Chemieprodukten aus biologischen Einsatzstoffen wie Mais, Soja, Weizen und organischen Abfällen. Dank einer sicheren Rohstoffversorgung durch den riesigen land- und forstwirtschaftlichen Sektor des Landes dürfte Kanada bald schon eine Schlüsselposition in diesem Bereich einnehmen.
Wettbewerbsfähige Cluster
Kanadas chemische Industrie ist in drei Regionen konzentriert: Ontario, Québec und Alberta, wobei jede Region spezifische Stärken und Vorteile aufzuweisen hat. Zentralkanada ist die wichtigste Region für die Herstellung von Chemikalien, der führende Standort von Erdölraffinerien, die Drehscheibe der kanadischen Kunststoffindustrie und die Heimat von sieben der zehn größten Chemieunternehmen. In Westkanada sind wiederum die größten petrochemischen Betriebe des Landes zu Hause. Zusätzlichen Rückenwind erhalten diese Industriezentren durch eine schlagkräftige, innovationsorientierte Forschungsinfrastruktur und die am besten qualifizierte Erwerbsbevölkerung der Welt.
Sarnia
In dieser an der kanadisch-amerikanischen Grenze gelegenen Stadt befindet sich Kanadas größtes Cluster für chemische und verwandte Produktionsbetriebe und F&E-Einrichtungen. Die Region verfügt mit großen unterirdischen Salzstöcken, nahegelegenen Erdölraffinerien, guten Versorgungsmöglichkeiten für Erdgaskondensate (NGL), Rohöl und Rohölderivate, einem Tankerterminal für Schiffslieferungen und einem hervorragend ausgebauten Verkehrs- und Transportnetz über eine gute erschlossene Infrastruktur für den Bereich Petrochemie. Vertreten sind in Sarnia einige der wichtigsten Unternehmen aus der Branche, darunter Dow Chemical Canada Inc., Imperial Oil (ExxonMobil), INVISTA, NOVA Chemicals Corporation und Shell Canada.
Toronto
Als wichtigste Finanz- und Wirtschaftsmetropole Kanadas ist Toronto ein beliebter Standort für führende Unternehmen wie Bayer, BASF, DuPont Canada und Unilever, die in der Stadt ihre Hauptniederlassung angesiedelt haben. In der umliegenden Region befinden sich Chemieunternehmen, die Schmierstoffe, Farben, medizinische Gase, Waschmittel, Klebstoffe und viele andere Produkte herstellen.
Montréal
Montréals integriertes Petrochemiecluster verfügt über Erdölraffinerien, ein Tankerterminal für den Abtransport der Produkte per Schiff und über einen direkten Zugang zu wichtigen Märkten im Osten und in der Mitte der USA und Kanadas. Durch Neuinvestitionen entstand hier in den vergangenen Jahren eine Wertschöpfungskette für Aromate. Insgesamt sind in der Stadt rund 30 Unternehmen ansässig, die petrochemische Primärprodukte, Olefine und Aromate herstellen. Auch durch ihre umfangreichen, diversifizierten Reserven an kostengünstigen Energieträgern bietet die Region diesen Unternehmen innerhalb der chemischen Industrie erhebliche Wettbewerbsvorteile.
Edmonton
In Edmonton und der umliegenden Region befindet sich ein integrierter Chemiekomplex mit Raffinerie- und Veredelungsanlagen und dem größten Zentrum für petrochemische Produkte im Land. Die Branche beschäftigt in Edmonton über 7.700 Menschen und betreibt hier zwei der größten petrochemischen Anlagen der Welt. Die Warenlieferungen der Chemieindustrie in den Bereichen petrochemische Erzeugnisse, Kunstdünger, anorganische Chemikalien sowie Spezial- und Feinchemikalien beliefen sich 2007 auf 10,7 Mrd. CAD, die Exporte erreichten 6,2 Mrd. CAD. Stark ausgeweitet wurden die Produktionskapazitäten für Ethylen, Polyethylen, Ethylenglykol und lineare Olefine. Durch ihre riesigen Erdgaslagerstätten und die Aussicht auf eine Nutzung der noch umfangreicheren Ölsandvorkommen für die Herstellung petrochemischer Erzeugnisse könnte die Region zu einem der größten und wettbewerbsstärksten Chemiestandorte der Erde avancieren.
Publikationen
- Chemische Industrie (PDF, 1.3 MB)
Weitere Informationen
- Industry Canada (Englisch , Französisch)
