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Die bestechenden Vorteile kanadischer Software
Mit einer der höchsten Breibanddurchdringungsraten und den niedrigsten Kommunikationskosten im weltweiten Vergleich überrascht es kaum, dass Kanada der Konkurrenz bei der Softwareentwicklung um eine Nasenlänge voraus ist. Zu den Vorteilen des Landes gehören nicht nur hervorragend ausgebildete Spezialisten, sondern auch eine technisch moderne, voll erschlossene Telekommunikationsinfrastruktur, die die Grundlage für den gesamten Technologiesektor bildet. Mit dem CA*net 4 verfügt Kanada über eines der modernsten rein optischen Forschungsnetzwerke der Welt. Hinzu kommen eine Innovationskultur, die durch großzügige F&E-bezogene Steuervergünstigungen und Branchencluster gefördert wird, ein fortschrittliches Aufsichtssystem, das geringste Betriebskostenniveau im G7-Vergleich und ein multikultureller Fachkräftepool, der Softwareanwendungen und ‑lösungen präzise auf die Bedürfnisse des jeweiligen Kundenkreises abstimmen kann. All diese Faktoren machen Kanada zu einem erstklassigen Standort für Softwareinvestoren.
Was Kanada Ihnen zu bieten hat
- Der Sektor Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) umfasst 32.000 Unternehmen, wovon 79 % sind in den Bereichen Software und Computer-Serviceleistungen tätig sind.
- Kanada verfügt über mehr als 575.000 hoch qualifizierte IKT-Fachkräfte, von denen über 262.000 in der Softwarebranche arbeiten.
- 92 Universitäten bringen jährlich 50.000 Absolventen in mathematischen, technischen und computerbezogenen Disziplinen hervor.
- Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist im F&E-Bereich mit jährlichen 5,7 Mrd. CAD der größte privatwirtschaftliche Investor; davon fließen allein 650 Mio. CAD in den Softwarebereich.
- 20 der 500 global führenden Softwareanbieter stammen aus Kanada; damit rangiert das Land nach den USA auf Platz 2.
- Kanada ist das Land mit der höchsten Lebensqualität innerhalb der G7.
- Kanada ist der zweitwichtigste Markt weltweit für das Auslagern von Geschäftsprozessen, das sog. Business Process Outsourcing (BPO).
- Im Wettbewerbsvergleich nimmt der kanadische IKT-Sektor weltweit den neunten Platz ein.
Führende Bereiche der kanadischen Softwarebranche
Softwareanwendungen für Unternehmen
Mit einer Fülle von Softwarelösungen für Unternehmen filtern die kanadischen Anbieter aus den Rohdaten die entscheidenden strategischen Informationen für ihre Kunden heraus. Zu den kanadischen Pionieren zählen dabei die Firmen Cognos und Open Text, die Maßstäbe gesetzt haben. Dass Kanada auch künftig in diesem Bereich eine Führungsrolle beansprucht, wird daran deutlich, dass vier von zehn der am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen des Landes Softwareanwendungen für Unternehmen herstellen. Auch bei 57 % der Firmenneugründungen im Softwarebereich liegt der Schwerpunkt bei den geschäftlichen Anwendungen. Damit beansprucht Kanada gerade im Finanzdienstleistungssektor, aber auch im öffentlichen Bereich und im Gesundheitswesen, im Energie- und Versorgungsbereich, bei der Telekommunikationsausrüstung sowie im Handel und Vertrieb eine führende Position. 2007 hatte der kanadische Unternehmenssoftwaremarkt ein Volumen von knapp 1 Mrd. CAD und darf auch in den kommenden fünf Jahren mit hohen Zuwächsen rechnen. Vertreten sind in Kanada nicht nur globale Branchengrößen wie Adobe, Oracle, IBM und Microsoft. Auch einheimische Firmen wie Brainhunter, Constellation, Descartes, Emergis, Enghouse Systems Ltd. und Matrikon haben sich einen Namen gemacht.
Weblösungen
Dieser Bereich umfasst in Kanada 3.200 Unternehmen, die in allen Segmenten des Marktes tätig sind. Die meisten von ihnen sind zwar klein und fein, entwickeln aber vielfach die hochmodernen Technologien der Zukunft. Ein Großteil von ihnen, nämlich 71 %, beschäftigt sich mit der Erstellung von Inhalten. So sind ca. 51.000 Menschen direkt im Bereich der interaktiven digitalen Medien tätig, der das prominenteste Segment bei den Weblösungen darstellt. Zudem ist Kanada ein wichtiges Sprungbrett für Unternehmen, die in ausländischen Märkten investieren möchten. Weblösungen setzen nämlich eine robuste Kommunikationsinfrastruktur voraus, wenn sie effektiv funktionieren sollen. Am kanadischen Markt tummeln sich zahlreiche landesweit agierende Internetanbieter (ISP) neben regionalen und lokalen Firmen. Die rund 400 Unternehmen versorgen dabei über 5.000 Gemeinden im ganzen Land. Die größten und bekanntesten Internetanbieter sind die kanadischen Telekommunikations- und Kabelgesellschaften, wie z. B. Bell Canada, Telus, Rogers, Shaw, Vidéotron, MTS Allstream, Cogeco, SaskTel und Primus. Viele von ihnen vermieten ihre Infrastruktur an kleinere regionale und lokale Gesellschaften, die eigene Angebote für den Internetzugang entwickelt haben.
IT-Sicherheit
Bei der Lösung von komplexen Problemen im Bereich der IT-Sicherheit ist Kanada führend - ob es um Antiviren-Software, Kryptographie und Verschlüsselung oder mobile Authentifizierungs- und Intrusion-Detection-Systeme geht. Da ein Großteil der Verbraucher bereits neue Technologien wie das Online-Banking nutzt und die Anzahl der sicheren Server im Vergleich zur Bevölkerung die zweithöchste der Welt ist, kommt Kanada eine Führungsrolle bei der Einführung neuer Produkte und Verfahren zur Verbesserung der IT-Sicherheit zu. Die hohe Akzeptanz und Nutzung durch die Verbraucher ist dabei wesentlich, denn sie spornt die kanadischen Unternehmen zu immer neuen Innovationen an und ruft Weltmarktführer wie CA, Microsoft, McAfee, Symantec, Cisco Systems, IBM und EMC ebenso auf den Plan wie bekannte kanadische Branchenvertreter, wie z. B. Radial Point, Third Brigade und Certicom. Gemessen an der Anzahl sicherer Server im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung nimmt Kanada nach Einschätzung des Weltwirtschaftsforums den dritten Platz ein. So ist der Bereich Sicherheitssoftware denn auch das am schnellsten wachsende Segment innerhalb des kanadischen Softwaremarktes mit einem Volumen von 300 Mio. CAD (Stand 2006) und jährlichen Zuwachsraten von 12,1 %. Die kumulierten jährlichen Wachstumsraten über einen Fünf-Jahres-Zeitraum könnten bei den Sicherheitsausgaben laut Prognosen 10,75 % erreichen, wobei bis 2010 mehr als 440 Mio. CAD aufgewendet werden dürften.
Umweltfreundliche Informationstechnik
Umweltschutz ist gut für die Ertragskraft, wie auch die kanadischen Vertreter des Bereichs Green IT beweisen. Die weltweite Nachfrage nach umweltschonender Technologie steigt explosionsartig, wobei kanadische Firmen von einem massiven Zufluss an Wagniskapital profitieren. Zum Teil ist diese Entwicklung auf Advantage Canada zurückzuführen, das strategisch-langfristig ausgerichtete Wirtschaftsförderungsprogramm der kanadischen Regierung. Eines ihrer erklärten strategischen Ziele ist nämlich, für Kanada eine Führungsposition im Bereich der Umwelttechnologien zu erobern. Und der Startschuss ist bereits gefallen. Kanadische Unternehmen und Universitäten wie Bell Canada, Nortel Networks, RIM, die McGill University und die University of Toronto haben sich zu einem mit 50 Mio. CAD ausgestatteten Forschungskonsortium zusammengeschlossen, um das CO2-neutrale Internet der Zukunft zu entwickeln. IBM und das SciNet Consortium der University of Toronto tüfteln an einem der leistungsstärksten und energieeffizientesten Supercomputer, der als erstes System den neuen Nehalem-Prozessor von Intel verwenden wird. D-Link Canada war wiederum der erste Hersteller, der umweltfreundliche WiFi-Netzrouter mit einer Stromersparnis von bis zu 40 % für den Hausgebrauch produzierte.
Vorteile in Forschung und Entwicklung
Durch Forschungskonsortien und Branchencluster im ganzen Land werden Kooperationen und Innovationskraft gefördert und das Wachstum der Unternehmen beflügelt. Partnerschaften, die staatliche Stellen, Universitäten und Branchenvertreter umfassen, sind in städtischen Ballungsräumen in allen Landesteilen zu finden, wobei Toronto, Montréal, Vancouver, Ottawa und Waterloo als Zentren der Softwareinnovation gelten.
Ontario
Zum Software- und Systementwicklungssektor Ontarios zählen Tausende von weltweit führenden Unternehmen, darunter auch zahlreiche Tochtergesellschaften von multinationalen Konzernen wie IBM, Microsoft, Adobe, Cisco Systems, Research in Motion, HP, EDS, und Satyam. Die meisten von ihnen haben sich in den Clustern im Großraum Toronto, in der Region Waterloo und in Ottawa niedergelassen. Zu den Stärken des Sektors zählen die Bereiche Netzwerkanwendungen und ‑konnektivität, Business Intelligence, Content und Informationsmanagement, Planungslösungen für Unternehmen, CRM-Tools, IT-Sicherheit, IT-Dienste sowie Grafik und Multimedia. Besonders attraktiv sind für die Firmen die örtliche Nähe zu Universitäten von Weltrang sowie das Angebot an hoch qualifizierten Fachkräften, die zahllose Sprachen beherrschen.
Québec
In Québec ist der Sektor stark diversifiziert und besetzt wichtige vertikale Nischen in Bereichen wie E-Commerce, CRM, Finanzen, Enterprise Resource Planning (ERP), Fertigungsprozesse, Gesundheit, Transport und Logistik, Schulungen, Bildtechnik und öffentliche Verwaltung Zu den wichtigsten Unternehmen aus dem Großraum Montréal gehören Dassault Systèmes, Ericsson Canada, MediSolution, SAP und Société GRICS.
British Columbia
Mehr als 32.500 Fachkräfte haben sich in British Columbia auf Software und Softwaredienste wie Application Service Providers (ASP), Webhosting, Business Intelligence, CRM, E-Commerce, Grafik- und Publikationsmanagement sowie Supply Chain Management spezialisiert. Das besondere Lebensgefühl der Stadt hat auch multinationale Konzerne wie Microsoft nach Vancouver gelockt. Das Unternehmen entwickelt dort neue Methoden für Softwareanwendungen. Zu den besonderen Stärken zählen die Bereiche Content Management, Software-as-a-Service (SaaS), E-Commerce, IT-Sicherheit, drahtlose Anwendungen, digitale Bildtechnik und das Web 2.0.
